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Die Post mit gutem Halbjahresabschluss
Die Schweizerische Post hat im ersten Halbjahr 2005 erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Mit CHF 421 Millionen wurde der Konzerngewinn des ersten Halbjahres 2004 um CHF 40 Millionen übertroffen. Sämtliche Segmente erzielten positive Ergebnisse. Mehrerträge und die laufenden Optimierungsmassnahmen trugen zum Konzerngewinn bei. Das gute Ergebnis verbessert die Voraussetzungen für die Post, auch in Zukunft einen Service public von hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu erbringen, die laufenden und bevorstehenden grossen Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren, die ungenügende Eigenkapitalbasis weiter zu verbessern und ein sozialverantwortlicher Arbeitgeber zu bleiben. Aus heutiger Sicht erwartet die Post ein eher schwächeres zweites Semester.
Im ersten Halbjahr 2005 hat die Schweizerische Post das gute Zwischenergebnis aus dem Vorjahr um rund 10 Prozent übertroffen. Per Mitte Jahr resultierte gemäss dem nach den international anerkannten Rechnungslegungsstandards IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellten Zwischenbericht ein Konzerngewinn von CHF 421 Millionen (Vorjahr angepasst CHF 381 Millionen). Alle Segmente trugen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass, zum Konzerngewinn bei. Der Betriebsertrag stieg im Vergleich zum Vorjahressemester um CHF 110 Millionen auf CHF 3’718 Millionen. Dank dem positiven Halbjahresergebnis wuchs das konsolidierte Eigenkapital per 30. Juni 2005 auf CHF 680 Millionen an. Vom Ziel einer branchenüblichen Eigenkapitalbasis ist die Post aber nach wie vor ein beträchtliches Stück entfernt.
Die Investitionen betrugen CHF 168 Millionen und lagen deutlich über dem Vorjahresniveau (CHF 63 Millionen). Investiert wurde hauptsächlich in Immobilien und Anlagen im Zusammenhang mit der Neukonzeption der Briefverarbeitung (REMA). Im zweiten Semester wird das Investitionsvolumen – ebenfalls vorwiegend REMA-bedingt – höher ausfallen. Die Investitionen konnten vollumfänglich durch selbst erarbeitete Mittel finanziert werden.
Anhaltender Mengenrückgang
Der Mengenrückgang bei Briefen und Paketen hielt auch im ersten Semester 2005 an. Insgesamt transportierte die Post 1,4 Prozent weniger adressierte Briefe, 2 Prozent weniger Sendungen ohne Adresse und 7,3 Prozent weniger Pakete als im Vorjahressemester. Dabei nahmen die prioritären Briefsendungen (im Wesentlichen A-Post) mit einem Minus von 0,8 Prozent weniger stark ab als die nichtprioritären (vorwiegend B-Post), die um 1,7 Prozent zurückgingen.
Unterschiedliche Gewinnentwicklung bei den Segmenten
Trotz anhaltendem Mengen- und Ertragsrückgang konnte Mail das Ergebnis auf Vorjahreshöhe halten (CHF 133 Millionen bzw. CHF 132 Millionen). Logistics konnte das Betriebsergebnis – bei sinkendem Betriebsertrag - leicht von CHF 36 Millionen auf CHF 40 Millionen steigern. Das Segment Finanzdienstleistungen (PostFinance) hat mit CHF 159 Millionen das Betriebsergebnis vom Vorjahressemester (CHF 133 Millionen) übertroffen. Dazu beigetragen hat unter anderem ein Neugeldzufluss von CHF 2’042 Millionen. Im Segment Personenverkehr wurde die durch den gesteigerten Linien- und Auftragsverkehr erzielte Ertragsverbesserung vor allem durch gestiegene Personalaufwendungen kompensiert, wodurch das Betriebsergebnis von CHF 23 Millionen auf CHF 15 Millionen sank. Das Segment International wies ein tieferes Betriebsergebnis aus, obwohl der Betriebsertrag als Folge von Akquisitionen markant gesteigert wurde. So konnten höhere Vergütungen an Partnerunternehmen im Ausland nicht vollumfänglich auf die Kunden überwälzt werden. Im Poststellennetz wurde das Ergebnis aus dem Verkauf von nichtpostalischen Markenartikeln markant von CHF 6 Millionen auf CHF 14 Millionen gesteigert. Im Bereich der postalischen Dienstleistungen konnte der mengenbedingte Rückgang des Betriebsertrags nicht vollständig durch Optimierungsmassnahmen aufgefangen werden.
Die Post erwartet aus heutiger Sicht ein eher schwächeres zweites Semester. Der Konzerngewinn 2005 dürfte damit unter dem Vorjahreswert liegen.
Kennzahlen Konzern
| Einheit | Semester | Jahr | ||
|---|---|---|---|---|
| 2005 | 2004¹ | 2004¹ | ||
| Betriebsertrag | Mio. CHF | 3'718 | 3'608 | 7'348 |
| Betriebsergebnis² | Mio. CHF | 416 | 377 | 829 |
| in % des Betriebsertrages | % | 11,2% | 10,4% | 11,3% |
| Konzerngewinn | Mio. CHF | 421 | 381 | 830 |
| Bilanzsumme | Mio. CHF | 49'335 | 46'198 | 46'879 |
| Eigenkapital | Mio. CHF | 680 | -221 | 269 |
| Investitionen³ | Mio. CHF | 168 | 63 | 230 |
| Personalbestand KonzernPost(ohne Lernpersonal) | PE4 | 41'141 | 42'427 | 42'284 |
| Personalbestand StammhausPost (ohne Lernpersonal) | PE4 | 37'176 | 39'153 | 38'972 |
| Lernpersonal Konzern | PE4 | 1'465 | 1'592 | 1'556 |
1 Werte angepasst aufgrund geänderter Bestimmungen von IAS 39 (revised 2004 / siehe auch Anhang zur Zwischenberichterstattung)
2 Betriebsergebnis entspricht Betriebsgewinn vor Berücksichtigung von nicht operativem Finanzerfolg, Steuern und Minderheits anteilen (EBIT).
3 Investitionen in Sachanlagen, Beteiligungen und immaterielle Anlagen
4 Personalbestand in Personaleinheiten (PE) = Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen.
Segmentinformationen
30. Juni 2005
| Mio. CHF | Betriebs-ertrag | Betriebs-ergebnis³ | Personal-bestand4 |
|---|---|---|---|
| 1'596 | 133 | 15'286 | |
| Logistics | 672 | 40 | 5'680 |
| Finanzdienstleistungen | 744 | 159 | 2'344 |
| Personenverkehr² | 277 | 15 | 1'384 |
| International | 507 | 19 | 879 |
| Poststellennetz | 927 | 14 | 12'137 |
| Übrige | 473 | 34 | 3'431 |
| Konsolidierung | -1'478 | 2 | |
| Konzern | 3'718 | 416 | 41'141 |
30. Juni 2004
| Mio. CHF | Betriebs-ertrag | Betriebs-ergebnis³ | Personal-bestand4 |
|---|---|---|---|
| 1'624 | 132 | 15'572 | |
| Logistics | 688 | 36 | 6'197 |
| Finanzdienstleistungen¹ | 693 | 133 | 2'215 |
| Personenverkehr² | 266 | 23 | 1'366 |
| International | 463 | 26 | 691 |
| Poststellennetz | 970 | 6 | 13'065 |
| Übrige | 452 | 29 | 3'321 |
| Konsolidierung | -1'548 | -8 | |
| Konzern¹ | 3'608 | 377 | 42'427 |
1 Werte angepasst aufgrund geänderter Bestimmungen von IAS 39 (revised 2004 / siehe auch Anhang zur Zwischenberichterstattung)
2 Das Segment Personenverkehr unterliegt im Bereich des regionalen Personenverkehrs dem Eisenbahngesetz. Dieses sieht vor, dass die Rechnungslegung für konzessionierte Transportunternehmen (REVO) separat verordnet ist. Zwischen den Ergebnissen nach REVO und IFRS bestehen grössere Abweichungen.
3 Betriebsergebnis entspricht Betriebsgewinn vor Berücksichtigung von nicht operativem Finanzerfolg, Steuern und Minderheitsanteilen (EBIT).
4 Personalbestand in Personaleinheiten (PE) = Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen (exkl. Lernpersonal).
